Prof. Rolex
01.04.2005, 10:04
Liebes Breitling-Forum,
aus gegebenem Anlaß (1. April: Breitling-Day) eine kurze Information zur Funktion der Rechenscheiben.
Die Rechenscheiben der meisten Breitling-Uhren entsprechen den Skalen C und D der guten, alten Rechenschieber, bei denen eine Multiplikation bzw. Division durch die Addition bzw. Subtraktion der Streckenlängen zweier verschiebbarer logarithmischer Skalen erfolgt.
Das mathematische Prinzip:
Werden die Logarithmen von x und y addiert, entspricht dies der Multiplikation von x und y.
Ein Beispiel:
5 multipliziert mit 8 ergibt: 40
log(5) = 0,698970004
log(8) = 0,903089987
Summe von log(5) und log(8) = 1,602059991
10 hoch 1,602059991 = 40 !!!
Das gleiche Prinzip gilt für die Division, allerdings erfolgt dann eine Subtraktion der logarithmischen Streckenlängen bzw. Logarithmen.
Aber Vorsicht: Es gibt auch Rechenscheiben bei Breitling, die gegenläufige logarithmische Skalen haben (Chronomat der 40 und 50er Jahre, Navitimer 92, Bentleys), was die Handhabung etwas komplizierter und meines Erachtens nach weniger vielseitig macht. Mehrmalige, direkte Umrechnungen zweier Währungen ohne Verstellung der Skalen ist bei diesen gegenläufigen Skalen beispielsweise nicht möglich, da nicht der Multiplikant konstant ist, sondern der Divisor.
Hier noch zwei Bilder der unterschiedlichen Skalen:
Parallel laufende Skalen (z.B. Cosmonaute 809), aufsteigende Zahlen jeweils im Uhrzeigersinn:
http://img.photobucket.com/albums/v463/MatthiasRBO/watches/cosmonaute.jpg
Gegenläufige Skalen (z.B. Navitimer 92), aufsteigende Zahlen innen im Uhrzeigersinn, außen gegen den Uhrzeigersinn:
http://img.photobucket.com/albums/v463/MatthiasRBO/watches/Navi92.jpg
Vielleicht ist es ja für einige unter Euch überraschend, wieviel Know-How in einer Breitling stecken kann. Inwiefern die Breitling-Träger sich dieser Tatsache bewußt sind und sogar die Rechenscheiben tatsächlich bedienen können, wage ich aber nicht abzuschätzen.
Viele Grüße
Matthias
aus gegebenem Anlaß (1. April: Breitling-Day) eine kurze Information zur Funktion der Rechenscheiben.
Die Rechenscheiben der meisten Breitling-Uhren entsprechen den Skalen C und D der guten, alten Rechenschieber, bei denen eine Multiplikation bzw. Division durch die Addition bzw. Subtraktion der Streckenlängen zweier verschiebbarer logarithmischer Skalen erfolgt.
Das mathematische Prinzip:
Werden die Logarithmen von x und y addiert, entspricht dies der Multiplikation von x und y.
Ein Beispiel:
5 multipliziert mit 8 ergibt: 40
log(5) = 0,698970004
log(8) = 0,903089987
Summe von log(5) und log(8) = 1,602059991
10 hoch 1,602059991 = 40 !!!
Das gleiche Prinzip gilt für die Division, allerdings erfolgt dann eine Subtraktion der logarithmischen Streckenlängen bzw. Logarithmen.
Aber Vorsicht: Es gibt auch Rechenscheiben bei Breitling, die gegenläufige logarithmische Skalen haben (Chronomat der 40 und 50er Jahre, Navitimer 92, Bentleys), was die Handhabung etwas komplizierter und meines Erachtens nach weniger vielseitig macht. Mehrmalige, direkte Umrechnungen zweier Währungen ohne Verstellung der Skalen ist bei diesen gegenläufigen Skalen beispielsweise nicht möglich, da nicht der Multiplikant konstant ist, sondern der Divisor.
Hier noch zwei Bilder der unterschiedlichen Skalen:
Parallel laufende Skalen (z.B. Cosmonaute 809), aufsteigende Zahlen jeweils im Uhrzeigersinn:
http://img.photobucket.com/albums/v463/MatthiasRBO/watches/cosmonaute.jpg
Gegenläufige Skalen (z.B. Navitimer 92), aufsteigende Zahlen innen im Uhrzeigersinn, außen gegen den Uhrzeigersinn:
http://img.photobucket.com/albums/v463/MatthiasRBO/watches/Navi92.jpg
Vielleicht ist es ja für einige unter Euch überraschend, wieviel Know-How in einer Breitling stecken kann. Inwiefern die Breitling-Träger sich dieser Tatsache bewußt sind und sogar die Rechenscheiben tatsächlich bedienen können, wage ich aber nicht abzuschätzen.
Viele Grüße
Matthias