Habe leider in der Suchfunktion nichts gefunden.
Welche Diamanten benutzt Rolex für die Uhren? Reinheit, Farbe und Herkunft ?
Vielen Dank
Gruß Chris
Druckbare Version
Habe leider in der Suchfunktion nichts gefunden.
Welche Diamanten benutzt Rolex für die Uhren? Reinheit, Farbe und Herkunft ?
Vielen Dank
Gruß Chris
Super. Danke für die schnelle Antwort.
Gruß Chris
Interessant.Danke, Robert.
Dankt dem Don. :gut:
Bei mir war's nur das Elefantengedächtnis. :)
Die Herkunft der Diamanten wird von der Industrie übrigens bewußt verschleiert, man weiß nur bei ganz besonderen Steinen (also besonders großen oder besondersfarbigen), wo sie herkommen. Das hat weniger etwas damit zu tun, daß man Blutdiamanten verschleiern will - tatsächlich ist der Anteil von Steinen aus Krisengebieten bezogen auf das Gesamtvorkommen verschwindend gering.
Warum ist das so?
Versetzen wir uns in die Zeit, in der die Diamantsyndikate wie DeBeers wuchsen, also das 19. Jahrhundert. Der Diamantmarkt war in vollem Gange, Diamanten waren schon lange nicht mehr nur Königen und Fürsten vorbehalten, das Bürgertum erstarkte, es wurde konsumiert, expandiert und repräsentiert, wo es nur ging. Die Welt war erschlossen und aufgeteilt, Diamanten wurden überall auf der Welt gefunden: Brasilien, Afrika, Indien, Australien. Und überall standen die Schürfer vor denselben Problemen. Die Kosten für die Förderung waren immens und die Gier der Menschen nach Diamanten ließ die Zustände vor Ort abartig werden. Man benötigte Kapital und Ordnung. Um dieses Geschäft überschau- und kalkulierbar zu machen, mußte man sich bündeln - dies geschah, indem Companies entstanden, die die vielen minikleine Claims, die sich im Streubesitz der vielen tausend Glücksritter vor Ort befanden, zusammenkauften und zu großen Holdings formten und somit Synergien beim Abbau und beim Personal ermöglichten und gleichzeitig Ordnung in den Raubbau brachten. Aber auch solch große Gebiete unterlagen Schwankungen: Naturkatastrophen, politische Wirrnisse, Förderknappheit oder Förderüberschuß - all diese Faktoren sorgten dafür, daß die Preise stark schwankten - was eine Kalkulation schwierig machte. Also begann man, aus allen nennenswerten Fördergebieten weltweit ein Syndikat zu schmieden. Dieses Syndikat garantierte Preise und kümmerte sich nur um die Vermarktung, und zwar weltweit. Dies ermöglichte den lokalen Produzenten, sicher kalkulieren zu können, auch mußten sie sich nicht mehr um die Vermarktung kümmern. Win-Win. Der Warenfluß war stabil, denn die Knappheit eines Gebiets konnte jedesmal abgefangen werden, auch Produktionsüberschüsse konnten zwischengelagert werden, ohne daß die Preise ins Bodenlose fielen. Auch wurde der Diamant zum ersten weltweit vermarkteten Edelstein, da sich die CSO (Central Selling Organisation) komplett auf den weltweiten Vertrieb mit all seinen nationalen Eigenheiten kümmern konnte. Bis heute weiß jeder irgendwie was über Diamanten, die 4C etwa - das liegt u.a. an dieser immensen Marketingmaschine, die seit 100 Jahren Wissen und Begehrlichkeit in die Menschheit pumpt.
(Blutdiamanten kamen erst später auf den Markt im Zuge des kalten Kriegs, seiner Stellvertreterkriege und dem daraus resultierenden Wuchern von Warlords und co. in den entsprechenden Gebieten. Auch Rußland mit seinen immensen Fördergebieten spielt eine eigene Rolle durch das abgetrenntsein durch den eisernen Vorhang.)
Und weil eben alle weißen Steine zusammenlaufen und dann zentral vermarktet werden, weiß man nicht, woher die Steine kommen. Es spielt auch schlichtweg keine Rolle. Anders als farbige Edelsteine - nur ein burmesischer Rubin z.B. hat das begehrte Taubenblutrot, Rubine aus Madagaskar oder Thailand sind einfach anders in der Farbe, deswegen führt man hier den Fundort im Titel - sind weiße Diamanten - und nur um die dreht sich die Kampagne der CSO et al - ja immer gleich. Farbloser reiner Kohlenstoff sieht überall gleich aus, es ist schlichtweg uninteressant, wo der Stein herkommt :ka:
Tobias, danke für die konzise Erklärung. Diamanten sind immer wieder - in jeder Hinsicht - faszinierend.
Danke!!! :verneig:
Wieder mal viel dazu gelernt. Sehr lehrreich. Vielen Dabk daür !!!
Ist dieses ZB-Steinchen meines Sultan-dials nun ein Diamant oder ein Brillant ?? :D
http://up.picr.de/19687267zv.jpg
Eindeutig kein Brillant :gut:
Hier mal zur Illustration ein Makro vom roten 12.00 "Index"
http://up.picr.de/19687329tc.jpg
Ist es ein facettierter 8/8 Diamant Tobias ??
Ja. Die 8 Facetten auf der Oberseite sind schön zu sehen. Darunter finden sich die 8 Gegenfacetten.
Ich hab´s also kapiert !!
Tobias :dr:
Coole Macros übrigens :gut:
Tobias: sehr interessant und angenehm erklärt. Danke.
Die Frage hatte ich vor ein paar Jahren ähnlich gestellt, sie wurde vom Don seinerzeit schon umfassend beantwortet, was ich beeindruckend fand.
Steine auf einer 36er Uhr damals habe ich dann aber doch vermieden, weil das damit beladene Zifferblatt die Uhr mir optisch kleiner erschien.
Optische Täuschung natürlich ...
Echte lupenreine :bgdev: